Sag Nein.
Drogenkonsum beginnt selten einfach aus Neugier.
Oft steckt mehr dahinter – Druck, Unsicherheit oder das Gefühl, nicht dazuzugehören.
Diese Plattform hilft dir, das zu verstehen.
Damit du deine eigenen Entscheidungen treffen kannst.
Ohne Panikmache.
Ohne Moralpredigt.
Sondern ehrlich und direkt
Lachgas
Was ist das?
Lachgas ist ein Gas, das kurzfristig euphorisierend wirkt.
Es wird häufig als „harmlos“ dargestellt – genau das ist das Problem.
Warum nutzen es Jugendliche?
- „Ist doch legal“ (oder war es lange)
- leicht verfügbar
- wirkt schnell
- wird oft in Gruppen konsumiert
- wird in sozialen Medien verharmlost oder als Trend gezeigt
Wirkung
Kurzfristig:
- Schwindel
- Kontrollverlust
- Wahrnehmungsstörungen
- Sauerstoffmangel im Gehirn
Langfristig:
- Nervenschäden
- Konzentrationsprobleme
- Gedächtnisstörungen
- psychische Belastung
Realität
Viele unterschätzen die Risiken, weil die Wirkung schnell wieder nachlässt.
Das bedeutet aber nicht, dass nichts passiert.
Auch einzelne Konsummomente können gesundheitliche Folgen haben – insbesondere bei unsachgemäßer Anwendung.
Klartext
Das Problem ist nicht nur das Lachgas.
Das Problem ist, warum es überhaupt gebraucht wird.
Vapes / E-Shishas
Warum sie gefährlich sind:
- unterschätzte Nikotinmenge
- schnelle körperliche und psychische Abhängigkeit
- scheinbar „harmloser“ Einstieg in den Konsum
- häufig hohe Verfügbarkeit im Alltag
- gezielte Ansprache junger Menschen durch Design und Geschmack
Wirkung
Kurzfristig:
- erhöhter Puls
- Unruhe und Nervosität
- Reizung der Atemwege
Langfristig:
- Abhängigkeit
- Konzentrationsprobleme
- mögliche Auswirkungen auf Lunge und Entwicklung
Realität
Viele unterschätzen die Wirkung, weil Vapes modern wirken und weniger „nach Zigarette aussehen“.
Das ändert aber nichts daran, dass Nikotin eine der am schnellsten abhängig machenden Substanzen ist.
Klartext
Viele denken:
„Ist doch nur Dampf.“
Tatsächlich ist es oft der Einstieg –
nicht nur in Nikotin, sondern in weitere Konsummuster.
⚠️ Nikotinprodukte
Was ist das?
Nikotinprodukte sind Stoffe, die Nikotin enthalten – eine stark abhängig machende Substanz.
Sie werden oft als weniger schädlich dargestellt als klassische Zigaretten – genau das führt zu einer gefährlichen Fehleinschätzung.
Warum nutzen es Jugendliche?
„Ist doch nur Dampf“
leicht verfügbar
modernes Design und Geschmacksrichtungen
soziale Akzeptanz im Umfeld
starke Präsenz in sozialen Medien
Wirkung
Kurzfristig:
erhöhter Puls
Unruhe und Nervosität
Reizung der Atemwege
Langfristig:
Abhängigkeit
Konzentrationsprobleme
Einfluss auf die Gehirnentwicklung
mögliche gesundheitliche Folgeschäden
Realität
Viele unterschätzen die Wirkung, weil Nikotinprodukte weniger „nach Zigarette aussehen“.
Das ändert nichts daran, dass Nikotin eine der am schnellsten abhängig machenden Substanzen ist.
Klartext
Das Problem ist nicht nur das Produkt.
Das Problem ist, wie schnell daraus Gewohnheit wird.
⚠️ Alkohol
Was ist das?
Alkohol ist eine psychoaktive Substanz, die gesellschaftlich akzeptiert ist.
Gerade deshalb wird das Risiko oft unterschätzt.
Warum nutzen es Jugendliche?
„Gehört dazu“
leicht verfügbar
sozial akzeptiert
Teil von Feiern und Treffen
geringe Hemmschwelle
Wirkung
Kurzfristig:
Enthemmung
Kontrollverlust
eingeschränkte Wahrnehmung
Langfristig:
Abhängigkeit
gesundheitliche Schäden
psychische Belastung
Leistungsabfall
Realität
Weil Alkohol alltäglich ist, wird er oft nicht als Risiko wahrgenommen.
Gerade im Jugendalter kann er jedoch nachhaltige Auswirkungen haben.
Klartext
Das Problem ist nicht nur der Alkohol.
Das Problem ist, wie normal er geworden ist.
⚠️ Medikamente (Missbrauch)
Was ist das?
Medikamente sind für die Behandlung von Krankheiten gedacht.
Werden sie ohne medizinische Notwendigkeit oder Kontrolle genutzt, können sie selbst zum Risiko werden.
Warum nutzen es Jugendliche?
„Hilft beim Runterkommen“
Verfügbarkeit im Haushalt
Stressbewältigung
Unterschätzung der Wirkung
Wirkung
Kurzfristig:
Beruhigung oder Dämpfung
Veränderung der Wahrnehmung
Eingeschränkte Reaktionsfähigkeit
Langfristig:
Abhängigkeit
gesundheitliche Schäden
psychische Belastung
Verstärkung bestehender Probleme
Realität
Weil Medikamente legal sind, wirken sie oft ungefährlich.
Falsch angewendet können sie jedoch genauso riskant sein wie andere Substanzen.
Klartext
Das Problem ist nicht nur das Medikament.
Das Problem ist der falsche Umgang damit.
⚠️ Schnüffelstoffe / Haushaltsprodukte
Was ist das?
Bestimmte Alltagsprodukte enthalten Stoffe, die beim Einatmen berauschend wirken können.
Sie sind leicht verfügbar – und genau das macht sie besonders gefährlich.
Warum nutzen es Jugendliche?
leicht zugänglich
kein Kauf notwendig
Neugier
Unterschätzung der Gefahr
Wirkung
Kurzfristig:
Schwindel
Benommenheit
Bewusstseinsstörungen
Langfristig:
Nervenschäden
Organschäden
plötzliche lebensbedrohliche Zustände
Realität
Diese Stoffe wirken kurzfristig – können aber schwere und dauerhafte Schäden verursachen.
Das Risiko ist oft höher als bei vielen bekannten Drogen.
Klartext
Das Problem ist nicht nur der Stoff.
Das Problem ist, wie leicht er verfügbar ist.
🧠 WARUM JUGENDLICHE KONSUMIEREN
Einordnung
Jugendliche konsumieren nicht, weil sie „schwach“ sind.
Konsum entsteht häufig dort, wo etwas fehlt – Orientierung, Halt, Zugehörigkeit oder Entlastung.
Gruppendruck
„Alle machen das.“
Nicht mitzumachen bedeutet oft:
• ausgeschlossen zu werden
• anders zu sein
• sich rechtfertigen zu müssen
Gerade in dieser Lebensphase ist Zugehörigkeit zentral – und wird häufig über Verhalten definiert.
Stress und Überforderung
• Schule
• Leistungsdruck
• Erwartungen von außen
• Unsicherheit über die Zukunft
Konsum kann dann zur vermeintlichen „Pause“ werden –
ein kurzfristiger Ausweg aus einem dauerhaft hohen Druck.
Identitätssuche
Jugendliche befinden sich in einer Phase der Orientierung.
Sie suchen ihren Platz, ihre Rolle und ihre Grenzen.
Das kann bedeuten:
• Risiken auszutesten
• Grenzen zu überschreiten
• sich über Verhalten oder Konsum zu definieren
Leere und Langeweile
Wenn Perspektiven fehlen, wird Konsum schnell zur Ablenkung.
Fehlende Struktur, Perspektivlosigkeit oder das Gefühl, „nicht gebraucht zu werden“,
können dazu führen, dass kurzfristige Reize attraktiver erscheinen als langfristige Ziele.
Einfluss von Umfeld und Medien
• Social Media verharmlost Konsum
• Trends verbreiten sich schnell
• Risiken werden selten realistisch dargestellt
Was häufig sichtbar ist, wirkt normal – auch wenn es problematisch ist.
Klarer Gedanke
Drogenkonsum ist häufig ein Symptom – kein Zufall.
Wer Prävention ernst meint, muss deshalb nicht nur über Substanzen sprechen,
sondern über Lebensrealitäten, Druck, Orientierung und Perspektiven.
🎯 Prävention beginnt nicht beim Verbot – sondern beim Verstehen.
🧑🏫 WAS TUN?
Für Jugendliche
Wie sage ich Nein?
• kurz und klar
• ohne Rechtfertigung
• mit Haltung
„Ich brauche das nicht.“
„Ist nichts für mich.“
Wenn Druck entsteht:
• Thema wechseln
• Situation verlassen
• Verbündete suchen
• sich bewusst machen: Du musst nicht dazugehören, um dazuzugehören
Für Eltern
Was wichtig ist:
• Gespräche statt Kontrolle
• Interesse statt Vorwürfe
• Klarheit statt Angst
• zuhören, bevor bewertet wird
Warnsignale:
• plötzliche Verhaltensänderung
• Rückzug oder Isolation
• Leistungsabfall
• Stimmungsschwankungen
👉 Wichtig: Einzelne Signale sind kein Beweis – aber ein Anlass, genauer hinzuschauen.
Für Lehrkräfte
Ihre Rolle:
• frühzeitig Veränderungen wahrnehmen
• sensibel und wertschätzend ansprechen
• Orientierung geben
• an passende Stellen weitervermitteln
Wichtig
Nicht überreagieren – aber auch nicht ignorieren.
Früh hinschauen, ruhig bleiben und handeln, wenn es notwendig ist.
🧭 ECHTE SITUATIONEN
Situation 1
Du bist mit Freunden unterwegs.
Alle probieren Lachgas.
Gedanke:
„Wenn ich Nein sage, gehöre ich nicht dazu.“
Möglichkeit:
„Ich lasse das heute. Ist nicht mein Ding.“
👉 Du musst nicht alles mitmachen, um dazuzugehören.
Situation 2
Du hast Stress zuhause oder in der Schule
und willst einfach abschalten.
Gedanke:
„Ich brauche gerade einfach Ruhe.“
Realität:
Drogen lösen kein Problem.
Sie verschieben es – und machen es oft größer.
👉 Was kurzfristig hilft, kann langfristig schaden.
Situation 3
Jemand bietet dir etwas an und sagt:
„Ist doch nicht schlimm, machen alle.“
Gedanke:
„Vielleicht übertreibe ich ja…“
Möglichkeit:
„Mag sein – ich will’s trotzdem nicht.“
👉 Deine Entscheidung braucht keine Zustimmung von anderen.
🏠 Suchtberatung vor Ort – SPE Mühle Hilden
📞 02103 78924 50
📧 kerstin.holzapfel@spe-muehle.de
📞 02103 78924 51
📧 janes.delcuve@spe-muehle.de
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🤝 Auch wir sind ansprechbar
Wenn du Fragen hast oder nicht weißt, an wen du dich wenden sollst:
👉 Weitere Informationen findest du direkt auf der Website der Beratungsstelle.
👉 Auch anonym und vertraulich möglich.
👉 Hilfe holen ist kein Zeichen von Schwäche – sondern der erste Schritt.
